"Ich werde als Mörderin beschimpft"

Ein Feature über die Abtreibungsdebatte in Polen - von Agnieszka Czerniawska und Charly Kowalczyk. Sendetermin: 6. August um 19.15 bis 20 Uhr im Deutschlandfunk.

„Die älteren Frauen über 50 sagen: Ich habe es gemacht, meine Freundin hat es gemacht, meine Tante hat es gemacht. Für junge Frauen aber ist es ein Tabu“, erzählt die 29-jährige Ola. Seit 1993 darf eine Frau in Polen nur abtreiben, wenn der Fötus schwer geschädigt ist, sie vergewaltigt wurde oder ihr eigenes Leben in Gefahr ist.

Doch selbst dann kann eine Abtreibung von Ärzten aus Gewissensgründen abgelehnt werden. Befürworter und Gegner des Schwangerschaftsabbruchs stehen sich in Polen etwa gleich stark gegenüber. Dabei wird die öffentliche Debatte über die Zukunft des Abtreibungsgesetzes weitgehend bestimmt durch die Katholische Kirche, sie will Schwangerschaftsabbrüche grundsätzlich verbieten.

Die Autoren haben sich mit betroffenen Frauen, Gynäkologen, Frauenrechtlerinnen, Christen sowie mit den Organisatoren der besonders aktiven „Prolife Bewegung“ getroffen, die vehement gegen Abtreibungen kämpft.


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